Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Warburg

Über häusliche Gewalt

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht

(Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland)

 

FORMEN DER HÄUSLICHEN GEWALT sind so verschieden, wie wir Menschen es sind. 

Sie verletzen KÖRPER, GEIST und SEELE von allen Betroffenen. 

Alle Formen der Gewalt erleben Frauen aus allen sozialen Schichten auch im Kreis Höxter

 

mehrfach benannte physische Gewalt im Kreis Höxter  

  • Angriffe mit Gegenständen: Vom Einsatz der Flasche, Nadel über Haushaltsgeräte, Zigaretten bis hin zu offiziellen Waffen
  • Schlafentzung z. Bsp. durch permanente nächtliche Verhöre
  • Diverse Gewalthandlungen mit ganzem Körpereinsatz: Schläge, Tritte, Haare ausreißen, zum Essen von Körperausscheidungen zwingen, Behandlungen/Arztbesuche verhindern
  • Unfälle initiieren durch Manipulation z.Bsp. an Leitern Stromkabeln, Steckdosen, Haushaltsgeräten, mit dem Auto durch den Wald jagen
  • Selbstverletzungen erwingen: z.Bsp. Sprung aus großer Höhe, unbekleidet bügeln auf rutschigem Boden, schwere Gewichte tragen lassen
  • gezielt mit Geschlechtskrankheiten anstecken

mehrfach benannte physische Gewalt im Kreis Höxter

  •  ".wiederholte verbale Abwertungen: "Du kannst nichts, bist nichts, hast nichts
  • Drohen mit Gewalt, Selbstmord, Mord, Kindesentzug
  • Nahrung entziehen
  • soziales Isolieren z.Bsp. Verbot zur Teilnahme an Veranstaltungen und Einhalten von Terminen verhindern; Zeitvorgaben für Außenkontakte
  • Nächtliche Verhöre, Telefonterror, Eifersuchtsszenen mit Handykontrolle
  • Haustürschlüssel wegnehmen und aussperren
  • Aufträge erteilen und dann als nicht so gemeint/gesagt zurücknehmen
  •  Frau für psychisch krank erklären auch in Gegenwart Dritter und zum Psychiater schicken 
  • Kinder entziehen
  • Strom, Wasser,Heizung abstellen
  • Telefon absperren 
  • persönliche Bilder ins Internet stellen
  • Hobbys verbieten
  • verbale Abwertungen: Essen vom Tisch werfen, weil es nicht warm genug, schmackhaft, pünktlich auf dem Tisch steht... Fotos davon als Beweis für Unsauberkeit erstellen. 
  • Für bizarres Verhalten der Frau sorgen; z.Bsp. Toilettengang verhindern bis zum Einnässen in Verbindung mit demütigenden Äußerungen und Forderungen auch vor den Kindern
  • Zerstören von persönlichem Eigentum /wichtigen Utensilien: Hygieneartikel entziehen, Kleidung zerstören / verschmutzen
  • Kind verängstigen und gegen die Mutter einfordern: z.Bsp. durch Tötung eines Tieres vor den Augen des Kindes, rasantes Autofahren nach Morddrohung

mehrfach benannte sexuelle Gewalt im Kreis Höxter

  • Vergewaltigung
  • bizarre Experimente einfordern
  • foltern mit Gegenständen
  • zur Prostitution zwingen
  • intime Bilder, Filme erstellen und im Internet veröffentlichen / vor "Freunden" präsentieren

mehrfach benannte ökonomische Gewalt im Kreis Höxter

  • ,Verlust des Arbeitsplatzes provozieren: "zu spät kommen" durch Umwege fahren, diffamierende Anrufe, beleidigen von Kollegen
  • Einfordern von Unterschriften für Kreditverträge und damit verbundene Verschuldung für Haus, Auto, Mobiliar,etc. 
  • Bestellungen auf den Namen der Frau
  • Zuteilung von Haushaltsgeld in Kleinstbeträgen 
  • Entzug aller finanziellen Mittel bei gleichzeitiger materieller Überversorgung der Kinder

 

weitere allgemeine Infos unter www.gewaltschutz.info

Haeusliche-Gewalt-hat-viele-Gesichter-zu-Formen-der-Gewalt 

"... die blauen Flecken schmerzen kaum, ich bin wie tot, aber dafür bekomme ich Mitgefühl. 

Mein innerer Schmerz ist viel größer. Doch weil der unsichtbar bleibt, versteht mich kaum jemand."

(Melanie, 21 Jahre)

Trauerblume

 


 

WEGE AUS DER GEWALT 

Das können Angehörige, Nachbarn, Freunde oder Bekannte machen!

Hinsehen, wenn Frauen belästigt oder angegriffen werden. 

Schreiten Sie ein, wenn eine Frau gedemütigt oder beleidigt wird. Machen Sie deutlich, dass Sie über Witze auf Kosten der Frau nicht lachen können. Bieten Sie Ihre Hilfe an, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Sprechen Sie andere Menschen aus dem Umfeld direkt an und bitten Sie diese um Mithilfe. Rufen Sie die Polizei an. 

Achten Sie auf Signale, wenn Ihre Freundin, Nachbarin oder Kollegin zu Hause misshandelt wird. Hinter Sonnenbrillen oder langärmeliger Kleidung können sich Verletzungen verbergen. Auch verändertes Verhalten, Rückzug, Alkohol- oder Tablettenmissbrauch können Misshandlungsfolgen sein. Bieten Sie Ihre Hilfe an;. Beachten Sie dabei, dass viele Frauen sich für die geschehene Gewalt schämen und mitverantwortlich fühlen.. Rechnen Sie damit, dass die Frau Sie zunächst abwehrt und Ihren Partner in Schutz nimmt. 

Hören Sie zu, wenn eine Frau andeutet, dass in ihrer Beziehung etwas nicht in Ordnung ist. Machen Sie ihr keine Vorwürfe und überschütten Sie sie nicht mit gut gemeinten Ratschlägen. Hören Sie geduldig zu und weisen Sie auf Hilfsangebote wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen hin.

Ihre Aufmerksamkeit ist für die Frau, die Gewalt erlebt sehr wichtig. Respektieren Sie die Wünsche der Frau. Nur sie kann und muss die Konsequenzen ihrer Entscheidungen aushalten. 

Nähere Infos zum Arbeitskreis "Gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Höxter" unter www.am-anfang-war-es-liebe.de

 

Sie üben Gewalt gegen Ihre Frau / Partnerin aus und wollen Ihr Verhalten ändern!

hier finden Sie Hilfe und Unterstützung für einen respektvollen Umgang mit sich und der Frau an Ihrer Seite: 

www.4uman.info

www.aktivehilfe-holzminden.de

www.kim-paderborn.de

 

© 2017 kd  by Annen-Media